Microsoft SQL Server 2008

Der Microsoft SQL Server (auch kurz MSSQLServer) ist ein relationales Datenbankmanagementsystem von Microsoft.

Der SQL Server ist ein relationales Datenbankmanagementsystem, das sich am Standard der aktuellen SQL-Version orientiert. Der Microsoft SQL Server liegt in verschiedenen Editionen vor, die ein vielfältiges Angebot abdecken. Die Editionen unterscheiden sich vor allem im Preis, ihren Funktionen und Hardwareeinschränkungen. Der MSSQL-Server kann auch als Data-Warehouse genutzt werden, in dem es den Mitarbeitern in einem Unternehmen eine Sicht auf das Geschäft und dessen Daten ermöglicht. Durch seine Business Intelligence-Plattform bietet er eine skalierbare Infrastruktur, die es der IT ermöglicht, die Nutzung von Business Intelligence im gesamten Unternehmen zu fördern und Business Intelligence dort bereitzustellen, wo Anwender es wünschen. Der SQL Server besteht aus vielen Services und Tools, wie Analysis Services, Reporting Services, Integration Services und Sync Services.

Verschiedene Editionen des SQL Server 2008

SQL Server Datacenter Edition

Diese Edition baut auf der Enterprise Edition auf. Unterstützt jedoch eine höchstmögliche Virtualisierung, bis zu 256 logische Prozessoren und so viel Arbeitsspeicher, wie das Betriebssystem ermöglicht.

SQL Server Enterprise Edition

Diese Edition hat alle Funktionen freigeschaltet und unterstützt bis zu 8 CPUs (Anzahl der Sockel). Der nutzbare Arbeitsspeicher ist auf 2 TB beschränkt.

SQL Server Standard Edition

Diese Edition ist gegenüber der Enterprise Edition um einige Funktionen reduziert und unterstützt maximal 4 CPUs (Anzahl der Sockel). Der nutzbare Arbeitsspeicher ist auf 64 GB beschränkt.

SQL Server Workgroup Edition

Diese Edition ist speziell für die Ausführung von Datenbanken in Zweigstellen gedacht. Sie stellt sichere Remotesynchronisierungs- und Verwaltungsfunktionen zur Verfügung und ist vor allem zur Berichtserstellung gedacht. Die Workgroup Edition unterstützt dabei 2 Prozessoren und bis zu 4 GB Arbeitsspeicher.

SQL Server Web Edition

SQL Server Web Edition ist eine spezielle Edition für Webhoster und Websites, die Skalierbarkeit und Verwaltungsfunktionen jeder Größe zur Verfügung stellt.

SQL Server Developer Edition

SQL Server Developer Edition beinhaltet den gesamten Funktionsumfang der Enterprise Edition. Der Unterschied liegt in den Lizenzbestimmungen, laut denen die Developer Edition nur als Test- und Entwicklungsumgebung eingesetzt werden darf, nicht jedoch als Produktivsystem in einem Unternehmen.

SQL Server Express Edition

SQL Server Express Edition ist eine kostenlos erhältliche Datenbankplattform und basiert auf Microsoft SQL Server. Sie wurde mit SQL Server 2005 eingeführt und ist der Nachfolger der Microsoft Desktop Engine (MSDE). Aufgrund der Integration in Microsoft Visual Studio ermöglicht SQL Server Express die einfache Entwicklung datengesteuerter Anwendungen, die vielfältige Möglichkeiten bieten, erhöhte Speichersicherheit unterstützen und kurzfristig bereitgestellt werden können. Diese kostenlose Variante besitzt einige Einschränkungen. So können zum Beispiel hardwaremäßig nur eine CPU, beziehungsweise ein Kern genutzt werden und es werden maximal 1 GB RAM unterstützt. Eine Datenbank darf außerdem eine Größe von 4 GB (in der R2 Version 10 GB) nicht überschreiten. Eine Upgradefunktion auf Standard oder Enterprise Edition ist integriert.

MSSQLServer verwendet für Datenbankabfragen die SQL-Variante T-SQL (Transact-SQL). T-SQL fügt hauptsächlich zusätzliche Syntax zum Gebrauch in Stored Procedures und Transaktionen hinzu. Weiterhin unterstützt MSSQL OLE DB und ODBC (Open Database Connectivity).

Seit SQL Server 2005 (Codename „Yukon“) werden unter anderem Programmiersprachen, welche auf der .NET CLR laufen, für das Erstellen von Stored Procedures unterstützt. Mit Visual Studio wird seit 2005 auch eine passende IDE mitgeliefert.

 

Microsoft Exchange Server

Der Exchange Server ist ein Groupware- und Nachrichtensystem des Unternehmens Microsoft. Er findet vor allem in von Microsoft-Produkten geprägten Infrastrukturen Verwendung und eignet sich für alle Größen von Netzwerken. Es können beispielsweise Intranets aufgebaut und gepflegt, E-Mails verwaltet und gefiltert, Zeitpläne erstellt, Termine vereinbart und Diskussionen geführt werden.

Ursprünglich bot Microsoft das Mailsystem MS Mail (bis einschließlich Version 3.5) an, das aber die Anforderungen größerer Umgebungen nicht mehr erfüllen konnte. So war es nur möglich, maximal 500 Postfächer auf einem Server anzulegen, und die Ablage der Daten in einem Dateibaum entpuppte sich mit zunehmendem Mailaufkommen immer mehr als Problem ob der Menge der zu verwaltenden Daten. Exchange selbst wurde von Grund auf neu entwickelt. Um eine Nähe zu Microsoft Mail zu suggerieren und den Kunden den Umstieg auf Exchange nahezulegen, wurde beim ersten Exchange Server die Versionsnummer 4.0 verwendet. Die aktuelle Exchange-Version ist der Exchange-Server 2010 SP2 mit der internen Versionsnummer 14.2. Diese Version wurde durch Microsoft am 4. Dezember 2011 veröffentlicht. Bei der Entwicklung spielte von Beginn an die sichere Datenverarbeitung (relationale Datenbank mit 2-Phase-Commit-Transaktionen) und die Skalierbarkeit eine besondere Rolle. Die Basis bildet seit Beginn die Jetengine (Blueengine), die später auch für Produkte wie Active Directory oder den Kerberos Distribution Server verwendet wurde.

Die Funktionalität umfasst:

  • E-Mails
  • Termine und Kalender
  • Aufgaben
  • Kontakte und Adressen
  • Notizen
  • Dokumente
  • E-Mail-Zugriff via Microsoft-Direct-Push-Technologie
  • E-Mail-Abruf mittels POP3/IMAP4
  • Datenkomprimierung bei Datenübertragung
  • globales Adressbuch
  • zertifikatbasierte Authentifizierung
  • Unterstützung für Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (S/MIME)
  • ActiveSync für die Synchronisierung mit mobilen Geräten wie zum Beispiel palmOne, PDA, Handy, Symbian, Smartphone und PocketPC
  • intelligenter Anti-Spam-Filter: SmartScreen-Filtertechnologie (Intelligent Message Filter (IMF))
  • globale Annahme- und Verweigerungsliste (Whitelist/Blacklist)
  • Viren-API, mit der Antivirensoftware von Drittanbietern angebunden werden kann (VSAPI 2.5)
  • Unterstützung für das Sender-ID-E-Mail-Authentifizierungsprotokoll
  • vollständige Unterstützung der Novell-GroupWise-6.x-Konnektoren und -Migrationstools
  • Outlook Web Access – Bereitstellung eines abgespeckten webbasierten Outlooks über die in Windows integrierten Internet Information Services
  • Rechtschreibprüfung für Deutsch und weitere Sprachen

Microsoft Exchange Server versionen:

Microsoft Exchange Server 4.0 (erste Version MS Exchange)  / Jahr 1996

Microsoft Exchange Server 5.0  / Jahr 1997

Microsoft Exchange Server  2000  / Jahr 2000

Microsoft Exchange Server  2003 / Jahr 2003

Microsoft Exchange Server  2007 / Jahr 2006

Microsoft Exchange Server  2010 / Jahr 2009

 

 

 

Mozilla Firefox

Mozilla Firefox ist ein in den 90er Jahren entwickelter Internet-Browser. Zum ersten Mal erschien er unter dem Namen Phoenix. Nachdem ein amerikanisches Unternehmen gegen diese Namensgebung klagte, wurde aus Phoenix der Browser Firebird. Aber auch hier gab es bereits ein Freeware Projekt, dass diesen Namen für sich beanspruchte. Einige Zeit verging und es wurde einer der modernsten Browser des Internets auf den Namen Firefox getauft. Mozilla Firefox bietet viele moderne Funktionen, die das Surfen im Internet angenehmer gestalten. Viele dieser Funktionen können z.B. beim Microsoft Internet Explorer erst nach der Installation von weiteren Programmen ermöglicht werden. Mozilla Firefox bringt diese von Hause aus mit.

Der seit Mitte 2002 entwickelte Webbrowser zeichnet sich durch die Vielfalt an Anpassungsmöglichkeiten an die eigenen Bedürfnisse (z. B. durch eine breite Palette an Erweiterungen) aus. Firefox ist einer der weltweit am häufigsten genutzten Webbrowser. Im deutschsprachigen Raum ist er seit Mitte 2009 der meistgenutzte Browser. Anfang September 2011 besaß er dort einen Marktanteil von 48,3 % und liegt somit vor dem Internet Explorer von Microsoft (31,1 %).

Firefox bietet die Möglichkeit, verschiedene Erweiterungen (oder englisch Add-ons) zu installieren, um Anwendungsfunktionen oder weitere Optionen bereitzustellen, die nicht vom eigentlichen Browser angeboten werden, oder um sein Erscheinungsbild zu verändern. Einige dieser Zusatzfunktionen werden absichtlich nicht in den Funktionsumfang des Browsers aufgenommen, damit ein relativ schlanker Browser erhalten bleibt und auch um das Firefox-Projekt übersichtlicher zu gestalten. Bei den Erweiterungen handelte es sich bisher um Dateien im ZIP-Format, die in XUL und JavaScript geschriebene Programme enthalten. Die Verwendung von XUL und JavaScript macht diese Funktionen plattformunabhängig. Mit Firefox 4 wird eine neue Add-on-API (bisher „Jetpack“) genannte Schnittstelle für Erweiterungen eingeführt, die sich ausschließlich auf die Websprachen HTML, JavaScript und CSS stützt und die Installation sowie das Entfernen von Erweiterungen ohne Browserneustart ermöglicht sollen.

Aktuelle Version Firefox 10.

Internet Explorer

Der Internet Explorer (offiziell Windows Internet Explorer, früher Microsoft Internet Explorer; Abkürzung: IE oder MSIE) ist ein Webbrowser des Softwareherstellers Microsoft für dessen Betriebssystem Windows. Seit Windows 95B ist der Internet Explorer fester Bestandteil dieser Betriebssysteme. Bei älteren Windows-Versionen kann er nachinstalliert werden. Die aktuelle Version ist Internet Explorer 9.

Bisher wurden die folgenden Versionen veröffentlicht :

  • Version 1.0 – August 1995
  • Version 1.5 – Januar 1996
  • Version 2.0 – November 1995
  • Version 2.01 – Mai 1996
  • Version 3.0 – August 1996
  • Version 3.01 – Oktober 1996
  • Version 3.02 – März 1997
  • Version 3.03
  • Version 4.0 – September 1997
  • Version 4.01 – November 1997
  • Version 5.0 – März 1999 (letzte Version mit Unterstützung für Windows NT 3.51)
  • Version 5.01 – November 1999 (letzte Version mit Unterstützung für Windows 3.x)
  • Version 5.5 – Juli 2000
  • Version 5.5 Service Pack 2 – August 2001 (letzte Version mit Unterstützung für Windows 95)
  • Version 6.0 – August 2001
  • Version 6.0 Service Pack 1 – 9. September 2002 (letzte Version mit Unterstützung für Windows 98, Windows Me, Windows NT 4.0 und Windows 2000)
  • Version 6.0 Service Pack 2 – August 2004 (ausschließlich im Service Pack 2 für Windows XP sowie im Service Pack 1 für Windows Server 2003 enthalten)
  • Version 7.0 – Oktober 2006 (in Windows Vista enthalten und als Download für Windows XP ab Service Pack 2 sowie Windows Server 2003)
  • Version 8.0 – März 2009 (in Windows 7 enthalten und als Download für Windows XP ab Service Pack 2, Windows Server 2003 und Windows Vista; letzte Version mit Unterstützung für Windows XP)
  • Version 9.0 – 15. März 2011 (als Download für Windows Vista und Windows 7 sowie für Windows Server 2008 und 2008 R2)

 

Windows XP

Windows XP (Windows NT Version 5.1) kam am 25. Oktober 2001 auf den Markt und ist der technische Nachfolger von Windows 2000 (Windows NT Version 5.0) mit Windows-NT-Betriebssystemkern. Zusätzlich löste es Windows ME der MS-DOS-Linie in der Version „Home Edition“ als Produkt für Heimanwender und Privatnutzer ab. Die MS-DOS-Linie wurde daraufhin von Microsoft eingestellt.

Windows XP Home Edition

Die Home Edition ist die preiswerte Variante für Privatanwender im Heimgebrauch, sie gelangte überwiegend durch OEM-Vorinstallation zum Einsatz. Im Gegensatz zur Professional-Variante ist die Home-Variante nicht über Volumenlizenzverträge (wie Select) erhältlich. Die Volumenlizenz der Professional-Edition ist günstiger als eine Handels-„Home“-Edition. Für technische Unterschiede zur Professional Edition, siehe dort.

Windows XP Home Edition N und Professional Edition N sind angepasste Windows-Versionen die – aufgrund einer Auflage der Europäischen Kommission – ohne Windows Media Player und andere multimediale Bestandteile ausgeliefert werden. Windows XP Home Edition KN und Professional Edition KN sind angepasste Windows-Versionen die – aufgrund eines Gerichtsbeschlusses in Korea – ohne Windows Media Player und Windows Messenger ausgeliefert werden. Die erforderlichen Elemente können jedoch kostenfrei von der Microsoft-Webseite heruntergeladen werden.

Windows XP Professional Edition

Windows XP Professional Edition wurde, im Vergleich zur Home Edition, für den Einsatz in Unternehmen entwickelt und enthält unter anderem erweiterte Funktionalitäten im Bereich Sicherheit (Security-Features), wie Dateiverschlüsselung (EFS), Zugriffssteuerung (NTFS-ACLs) und sicherheitsrelevante Richtlinien. Für die Netzwerkfunktionalität in geschäftlichen Umgebungen werden erweiterte Verwaltungsmöglichkeiten angeboten. Dazu gehören beispielsweise WMI, WBEM, MMC, Offlinedateien, Fernwartung (Remote Control), zentrale Wartung mit Hilfe von Gruppenrichtlinien sowie Hilfsprogramme für die Masseninstallation (Deployment-Tools). Des Weiteren wird die Nutzung von mehreren Prozessoren (SMP) unterstützt und weitere sogenannte Power-User-Features angeboten.

Windows XP Media Center Edition

Die Media Center Edition basiert ebenfalls auf der „Professional Edition“ und enthält spezifische Erweiterungen für auf multimediale Inhalte sowie deren Wiedergabe spezialisierte Computer, die in der Regel mit einer TV-Karte ausgestattet sind. Ein Merkmal ist die Möglichkeit der vereinfachten Bedienung durch die Darstellung auf einem normalen Fernsehapparat und die Steuerung mit einer Fernbedienung. Microsoft versuchte damit erstmals, die Lücke zwischen einem reinem Computer und einer Medienzentrale für das Wohnzimmer zu schließen. Windows XP Media Center Edition erfuhr 2003 die erste Aktualisierung, die letzte XP-Version ist die Media Center Edition 2005. Während die erste Version der Windows XP Media Center Edition nur im Paket mit entsprechenden Computern vertrieben und nicht als Einzelprodukt verfügbar war, sind die aktualisierten Fassungen auch einzeln über den Vertriebskanal System Builder zu erwerben. Seit der letzten Version können Endbenutzergeräte wie z. B. DVD-Recorder, die Xbox 360 von Microsoft und weitere über eine Netzwerkverbindung mit dem Betriebssystem kommunizieren. Dafür ist in diesen Endgeräten ein Windows XP Media Center Edition als „embedded Version“ oder ein zur Media Center Edition kompatible Benutzerschnittstelle implementiert.

Windows XP Tablet PC Edition

Die Tablet PC Edition basiert auf der Professional Edition und enthält spezifische Erweiterungen für auf Stifteingabe optimierte Notebooks, die über ein im Bildschirm integriertes Grafiktablett verfügen (Tablet PCs). Ein Merkmal ist die Unterstützung handgeschriebener Notizen und die Bildschirmrotation. Diese Version wird zusammen mit entsprechenden PCs verkauft und ist nicht separat erhältlich. Zu erwähnen ist auch die Handschriftenerkennung, die die Handschrift des Benutzers erlernt und das handgeschriebene Wort direkt in elektronische Schrift übersetzt.

Windows XP Embedded

Windows XP Embedded wird primär im industriellen Umfeld, aber auch in medizinischen Geräten, Geldautomaten oder für Kassenterminals eingesetzt, seltener in Haushalts- und Unterhaltungselektronik oder in Voice-over-IP-Komponenten. Diese Version basiert ebenfalls auf der Professional Edition.

Windows XP 64-Bit Edition

Windows XP 64-Bit Edition ist eine 64-Bit-Version, die ausschließlich für Intel Itanium-Prozessoren entwickelt wurde und daher nicht verbreitet ist. Sie ist weitgehend identisch zu Windows XP Professional x64, sollte aber nicht mit dieser verwechselt werden. Es sind zwei Versionen erschienen. Die erste Version, auf dem Windows XP-Kernel basierend, wurde zeitgleich neben den 32-Bit-Versionen von Windows XP am 25. Oktober 2001 veröffentlicht. Die zweite Version basiert auf dem Kernel des Windows Server 2003 und unterstützt Itanium 2-Prozessoren und wurde am 28. März 2003 veröffentlicht.Anfang Januar 2005 stellte Microsoft den Support für die Windows XP 64-Bit Edition ein.

Windows XP Professional x64 Edition

Die Windows XP „64-Bit Edition“ (Codename „Anvil“) ist eine Version, die ausschließlich für Prozessoren mit AMD64- oder Intel-64-Erweiterung entwickelt wurde. Sie läuft nicht auf 64-Bit-Prozessoren anderer Hersteller und ist ähnlich zu Windows XP Professional, bis auf die Tatsache, dass sie auf dem Kernel von Windows Server 2003 basiert und somit eine modernere Basis (NT 5.2) besitzt. Die x64-Edition erschien am 25. April 2005. Im Zusammenspiel zwischen Prozessor und Betriebssystem kann auch eine konventionelle 32-Bit-Software – über den Windows on Windows 64-x86-Emulator (WOW64) – ausgeführt werden. Somit ist es nicht notwendig, dass auszuführende Programme als 64-Bit-Versionen vorliegen müssen. Dieses Verfahren der x64-Prozessoren wird Mixed-Mode genannt – dem gleichzeitigen Ausführen von 64- und 32-Bit-Software auf einem Prozessor. Für die einwandfreie Funktion der Hardware werden 64-Bit-Gerätetreiber vorausgesetzt. Die Treiber werden in der Regel vom Hardware-Hersteller für das Betriebssystem her- und bereitgestellt. Besonders zu beachten ist, dass sämtliche Programme auf 16-Bit-Basis unter Windows XP x64 nicht funktionieren. Dies betrifft alle Programme, die – teilweise oder komplett – für MS-DOS oder Windows 3.x entwickelt worden sind.

Die Vorteile der 64-Bit-Architektur (gegenüber der 32-Bit-Architektur) von Windows XP sind:

  • bis zu 16 TB virtueller Speicher (max. 4 GB unter 32-Bit)
  • bis zu 512 TB Auslagerungsdateien (max. 16 TB unter 32-Bit)
  • bis zu 128 GB Auslagerungsspeicher (max. 470 MB unter 32-Bit)
  • bis zu 128 GB Nicht-Auslagerungsspeicher (max. 256 MB unter 32-Bit)
  • bis zu 1 TB Systemcache (gegenüber max. 1 GB unter 32-Bit)
  • bis zu 128 GB Arbeitsspeicher (gegenüber 4 GB RAM unter 32-Bit); bei mehr als 4GB ist jedoch der Ruhezustand nicht mehr nutzbar.
  • speziell entwickelt für die Simultanverarbeitung von bis zu zwei 64-Bit-Prozessoren

Das aktuelle Service Pack für Windows XP Professional x64 ist das Service Pack 2 (NT 5.2) vom 12. März 2007. Die Service Packs der Windows XP 32-bit Editionen sind nicht kompatibel. Microsoft plant mit Stand Juni 2008 keine weiteren Service Packs.

Windows XP Starter Edition

Für den Vertrieb in finanziell weniger starken Regionen und Entwicklungsländern gibt es die funktional stark eingeschränkte Windows XP Starter Edition. Sie ist beispielsweise auf maximal drei Anwendungen zur gleichen Zeit mit maximal je drei Fenstern, niedrige Bildschirmauflösungen, maximal 256 MB Arbeitsspeicher und 40 GB Festplattenspeicher beschränkt und ermöglicht nicht die Einrichtung von lokalen Netzen oder Benutzerkonten.

Windows Fundamentals for Legacy PCs

Windows Fundamentals for Legacy PCs (Windows FLP) ist ein Betriebssystem/Thin Client, das basierend auf Windows XP Embedded für ältere und weniger leistungsstarke PC optimiert wurde. Die Codenamen waren „Eiger“ und „Mönch“. Microsoft wollte mit dieser Version grundlegende Dienste auf älteren Computern zur Verfügung stellen. Es wurden viele Kerndienste des Service Packs 2 für Windows XP übernommen, beispielsweise die Windows-Firewall, Gruppenrichtlinienverwaltung, automatische Aktualisierungen und andere Verwaltungssysteme. Es wurde speziell für Büroanwendungen und für die Fernverbindung (Remote Desktop) optimiert. Windows FLP kann leicht zu einer Diskless-Arbeitsstelle umgebaut werden. Diese Version wird ausschließlich an Kunden mit „Microsoft Software Assurance“ (Volumenlizenz) abgegeben.

Anders als in den vorherigen Windows-NT-Versionen gibt es keine Server-Variante von Windows XP. Die Serverprodukte zu Windows XP sind in der separaten Windows-Server-2003-Produktfamilie zusammengefasst. Die einzelnen Server-Versionen gliedern sich dabei in Standard Edition, Enterprise Edition, Datacenter Edition, Web Edition und Small Business Server, wobei die Datacenter Edition ausschließlich als OEM-Lizenz in Verbindung mit entsprechender Hardware erhältlich ist.

Microsoft Windows Server 2003

Microsoft Windows Server 2003 ist ein Betriebssystem und wurde im Jahr 2003 von Microsoft als Nachfolger für die Windows 2000-Serverprodukte veröffentlicht. Die interne Versionsnummer bei Microsoft lautet NT 5.2. Im Vergleich zu Windows 2000 Server enthält es keine grundlegenden Neuheiten, sondern viele kleine Neuerungen im Detail. Besonders im Bereich der Sicherheit wurden viele Verbesserungen vorgenommen, vor allem bei einigen besonders kritisierten Standardeinstellungen. Zum Beispiel werden spezielle Anwendungen wie der Internet Information Server nicht mehr standardmäßig installiert, so dass sich ein besser auf die Aufgabe bezogenes System aufbauen lässt.

Windows Server 2003 Web Edition
- Dienst für das Ausliefern und speichern von Webseiten
- bis 2 CPU und 2 GByte RAM unterstützt
- Unterstützt .NET Framework, IIS 6, ASP.NET, Network Load Balancing, IPv6, Distributed File System (DFS), Encrypting File System (EFS), Shadow Copy Restore, Druck Services für UNIX
- Kann nicht die Rolle eines Domain Controller übernehmen

Windows Server 2003 Standard Edition
- Einsatzzweck in kleinen bis mittleren Unternehmen
- bis 2 CPU und 4 GByte RAM unterstützt
- beherrscht die Dienste der Web Edition, erweitert um Enterprise UDDI Services, Internet Authentication Services (IAS), Fax Service, Dienste für Macintosh, Remote Installation Services (RIS), Windows Media Services (WMS), Public Key Infrastructure (PKI), Certificate Services, Smart Card support und Terminal Services

Windows Server 2003 Enterprise Edition
- Einsatzzweck für hohe Anforderungen
- mindestens 550 MHz Prozessor, 256 MByte RAM, 2 GByte Speicherplatz vorausgesetzt
- bis 8 CPU und 32 GByte RAM unterstützt
- bis 8-Knoten Clusterverbund
- auch als 64-Bit Version erhältlich
- beherrscht die Dienste der Standard Edition, erweitert um Metadirectory Services Support (MMS), Terminal Services Session Directory Funktionen, Unterstützung für hot-add memory und Non-Uniform Memory Access (NUMA)
- Serverfunktionen sind die Rolle als Dateiserver, Druckserver, Anwendungsserver (für IIS 6.0, ASP.NET), Mailserver (für POP3, SMTP), Terminalserver, RAS/VPN Server, Domänencontroller für Active Directory, DNS-Server, DHCP-Server, Streaming Media-Server, WINS-Server

Windows Server 2003, Datacenter Edition
- Einsatzzweck für höchste Leistung, Verfügbarkeit und Skalierbarkeit
- bis 32 CPU und 64 GByte RAM unterstützt
- bis 8-Knoten Clusterverbund
- auch als 64-Bit Version erhältlich
- beherrscht die Dienste der Enterprise Edition, aber ohne Metadirectory Services Support (MMS) und Internet Connection Firewall, unterstützt Datacenter Program (DCP)

Das Ende März 2005 veröffentlichte Service Pack 1 (SP1) verbesserte die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Betriebssystem und leicht die Performance. Funktionen die bereits im Service Pack 2 für Windows XP enthalten sind finden jetzt den Weg in die Server Betriebssysteme. Die Windows Firewall wird (deaktiviert) installiert, der Internet Explorer um den Popup-Blocker erweitert und das automatische Update kann optional aktiviert werden. Mit der Data Execution Prevention (DEP) wird das Ausführen von Programmcode in nicht privilegierten Speicherbereichen verhindert. Der Security Configuration Wizard (SCW) hilft bei der Erstellung von Sicherheitsrichtlinien anhand von Abfragen.

Im Februar 2006 kam die um Funktionen erweiterte Windows Server 2003 R2 Version auf den Markt. Mit dieser zweiten Fassung wird die Verwaltung von lokalen- und Remote-Ressourcen effizienter. Es bietet zudem eine skalierbare Webplattform bereit und harmoniert mit bestehenden UNIX Systemen im Netzwerk. Die Windows Server 2003 R2 Datacenter Edition und Enterprise Edition bieten eine dynamischere Lizenzierung mit der die Kunden besser von der Servervirtualisierung profitieren können. Die Replikationsdienste wurden überarbeitet und können den Datenabgleich mit anderen Servern vereinfachen. Direkt integriert ist jetzt der Active Directory Application Mode (ADAM) für einen verschlankten Verzeichnisdienst für Netzwerk-Anwendungen. Die Active Directory Federation Services verbinden Verzeichnisdienste über Web-Services miteinander. Die Services für Unix (SfU) sorgen für die Interoperabilität mit bestehenden Linux/Unix Systemen. Dabei ist ebenso die .NET-Runtime 2.0.

Das Service Pack 2 (SP2) für Windows Server 2003 erschien Ende März 2007. Enthalten sind neue Funktionen und Patches für das Betriebssystem. Die Microsoft Management Console (MMC) bietet in der neuen Version neue und verbesserte Befehlszeilentools. Die Performance mit SQL Servern und der Einsatz von Windows-Virtualisierung wurde verbessert. Unterstützt wird jetzt das sichere Wireless Protected Access 2 (WPA2). Das Scalable Networking Pack (SNP) bietet eine effiziente Skalierbarkeit von Netzwerk basierenden Anwendungen.

Microsoft Windows Server 2008

Microsoft Windows Server 2008 ist ein Betriebssystem von Microsoft. Es ist der Nachfolger von Microsoft Windows Server 2003.

Am 27. Februar 2008 veröffentlichte Microsoft das Betriebssystem zusammen mit Microsoft Visual Studio 2008. Zuvor hatte die Software am 4. Februar 2008 den RTM-Status erreicht. Ursprünglich war vorgesehen, den Microsoft SQL Server 2008 zum gleichen Termin zu veröffentlichen, allerdings wurde der Termin hier verschoben.

 

Microsoft Windows 7

Microsoft Windows 7 ist ein Betriebssystem von Microsoft. Es erschien am 22. Oktober 2009 und ist die Nachfolgeversion von Microsoft Windows Vista.

Während das Unternehmen eine Betriebssystemversion mit dem Codenamen Longhorn entwickelte, die später als Windows Vista veröffentlicht wurde, begann Microsoft zunächst unter dem Codenamen Blackcomb, ab 2006 als Vienna, die Entwicklung der nachfolgenden Version. Im Oktober 2008 gab der Hersteller Windows 7 als Namen für das Nachfolgeprogramm von Vista bekannt.

Das Betriebssystem ist in sechs verschiedenen Editionen zu gestaffelten Lizenzpreisen erhältlich:

Starter Edition (für Wachstumsmärkte und Netbooks),
Home Basic (für Schwellenländer),
Home Premium (inklusive Media Center – für den breiten Markt),
Professional (für kleinere Unternehmen),
Ultimate (vereint alle Funktionen der anderen Versionen, ausgenommen Starter) und
Enterprise (Umfang wie Ultimate; Vertrieb nur mit Volumenlizenzen an Firmen und Organisationen; Version der 90-Tage-Testversion).

Die Unterschiede liegen im Funktionsumfang, in der Reichweite der Lizenz und bei der Supportdauer. Die genannten Versionen sind auch als Upgrade von Windows XP erhältlich, erfordern aber jeweils eine Neuinstallation.